Bücher

Konrads Schatten

Kunstanstifter Verlag, Mannheim, 2014

 

Eine Geschichte über den Umgang mit den eigenen Schattenseiten.Dies ist die Geschichte von Konrad, einem 8-jährigen Jungen, der ständig verdächtigt wird, etwas ausgefressen zu haben. Völlig zu Unrecht, wie er immer wieder versichert, denn er ist es nicht, der den ganzen Unfug anstellt – es ist sein Schatten … Davon hat Konrad die Nase voll! Er will seinen Schatten loswerden – das ist allerdings gar nicht so einfach …

Kunstanstifter Verlag, Mannheim, 2014
ISBN: 978-3-942795-23-4
Deutsch-Französischer Jugendliteraturpreis 2015

 

 

 

Pauls Glück

Verlagshaus Jacoby & Stuart, Berlin, 2011

Der kleine Rabe Paul lebt mit seinen Eltern und seinen Geschwistern hoch oben auf einem Schornstein am Rande der Stadt. Und eigentlich könnte er dort glücklich sein, wenn da nicht das Problem mit seinen Flügeln wäre. Die sind so kurz geraten, dass sie nicht zum Fliegen taugen. Und während Pauls Geschwister fröhlich durch die Lüfte flattern, sitzt Paul traurig im Nest und wird von den anderen als Pinguin verspottet. Da beschließt er,  sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und diese Pinguine zu suchen, die ihm so ähnlich sein sollen. Allerdings weiß er weder, wo Pinguine wohnen, noch wie sie aussehen. Zum Glück ist da der große Kater, der dem kleinen Raben zum Freund wird und ihm den Weg zu den Pinguinen zeigt…

Jacoby & Stuart, Berlin, 2011
ISBN: 978-3-941787-29-2
Ausgezeichnet mit dem CJ Picture Book Award for Illustration
Das Buch ist leider vergriffen und ich bin auf der Suche nach einem neuen Verlag für Paul.
Rights sold to Brasil, Netherlands and Korea.
All other rights available.
For further information please contact me: post@derdoebele.de

 

 

Links:

Rezensionen:

Konrads Schatten:
Pauls Glück:

 

Presse:

Bilderbücher mit Tiefgang

Heute nachmittag wurde auf der Europäischen Jugendbuchmesse in Saarbrücken der Deutsch-Französische Jugendliteraturpreis an Matze Döbele (“Konrads Schatten”, Kunstanstifter Verlag) sowie an Emmanuel Bourdier und Zaü (“Les jours noisette”, Utopique) verliehen. Beide Bilderbücher befassen sich mit der Identitätsfindung von Kindern.

http://www.boersenblatt.net/artikel-deutsch-franzoesischer_jugendliteraturpreis_2015.964632.html


Neue Zürcher Zeitung 1.4.2015

Matze Doebele über sein Bilderbuch «Konrads Schatten»

Wie man einen Schatten loswird

(Aufgezeichnet von sgl.) 1.4.2015

 

Weil er ständig für die Missetaten seines Schattens verantwortlich gemacht wird, möchte Konrad seinen Schatten loswerden: Er versucht, ihn mit einer Schere abzuschneiden, ihn zu übermalen und vor ihm davonzulaufen. Als Konrad jedoch von drei Hunden bedroht wird, kommt sein Schatten ihm zu Hilfe. Ein Vierjähriger wird in diesem Bilderbuch andere Dinge entdecken als ein Achtjähriger – und für die Erwachsenen ist es wieder eine andere Geschichte.

 

Beim Haus in der Bildmitte habe ich die Fläche zuerst mit Grün lasierend bemalt und dann trockene orange Farbe darübergerubbelt. An manchen Stellen habe ich die orange Farbe mit Spiritus wieder weggetupft, dies erzeugt den Effekt einer alten Fassade. In meinen Bildern arbeite ich mit Brüchen in der Perspektive und der Detailtreue. Das Haus hinter den Hunden ist nur skizziert, beim kleinen Pudel davor habe ich Einzelheiten herausgearbeitet. Damit lenke ich den Blick des Betrachters: von Konrad, der links auf den Treppenstufen sitzt, zum Schatten und zu den Hunden. Die Bilder male ich von Hand, der Feinschliff erfolgt am Computer: Die Figur von Konrad habe ich im Nachhinein aufgehellt, den Himmel verdunkelt. Starke Farben benutze ich vor allem, um Akzente zu setzen – Bilderbücher sind mir oft zu quietschig bunt.

 

Matze Doebele (Text und Illustration): Konrads Schatten. Kunstanstifter-Verlag, Mannheim 2014. 40 S., Fr. 25.90 (ab 5 Jahren).

 


 

“Die Presse”, Print-Ausgabe, 09.11.2014

Kinderliteratur: Große Kunst für Kleine

 

Mira Lobe schrieb längere Sätze als viele Krimileser sie vertragen. Warum lieben Kinder “Das kleine Ich bin ich” oder “Die Geggis”? Über das Geheimnis großer Kunst für kleine Leute.

 

08.11.2014 | 17:58 | von Anne-Catherine Simon (Die Presse)

 Konrads Kampf mit seinem Schatten

Konrad ist an allem schuld, und er ist sauer: Er hat keine Mitschüler im Klo eingesperrt und auch nicht Frau Schulzes Vogel freigelassen. Ein Schemen folgt ihm auf Schritt und Tritt, sein Schatten. Konrad will ihn loswerden, er rennt davon, er rubbelt ihn weg, er versucht ihn abzuschneiden, zu übermalen. Eines Tages hat Konrad eine zündende Idee – endlich ist er den Schatten los. Doch da kommt ein Rudel Hunde, die Bestien wollen den Buben beißen, in letzter Minute wird er gerettet… Der Illustrator und Autor Matze Döbele erzählt diese unheimliche Geschichte in starken, düsteren Bildern. (Kunstanstifter)

Der vollständige Artikel unter:

http://diepresse.com/home/kultur/literatur/4590173/Kinderliteratur_Grosse-Kunst-fur-Kleine-


 

Badische Zeitung 28.10.2014

Döbeles neues Kinderbuch “Konrads Schatten”.

ZELL (BZ). Der Zeller Illustrator und Kinderbuchautor Matze Döbele, der in Hamburg lebt und wirkt, hat auf der Frankfurter Buchmesse sein neues Buch “Konrads Schatten” der Öffentlichkeit vorgestellt. Erschienen ist es beim in Mannheim ansässigen “Kunstanstifter-Verlag”.

 

Die Geschichte über den Umgang mit den eigenen Schattenseiten handelt von Konrad, der seinen eigenen Schatten nicht ausstehen kann, denn dieser stellt Sachen an, die er selbst niemals tun würde. Das bringt ihn immer wieder in unangenehme Situationen. Bis Konrad einen genialen Einfall hat…Jüngst war Matze Döbele im Auftrag des Goethe-Instituts auf der Buchmesse in Sao Paolo/Brasilien, wo im vergangenen Jahr sein preisgekröntes Kinderbuch “Pauls Glück” auf Portugiesisch erschienen ist. Außerdem ist er an dem Buch “12 mal 12″ beteiligt, einem deutsch-brasilianischen Literaturprojekt zum Thema Fußball. Dazu haben zwölf renommierte deutsche Bilderbuchillustratoren je ein Bild zum Thema Fußball gestaltet. Dazu schrieben brasilianische Kinderbuchautoren Geschichten.


die tageszeitung 14.05.2013

“Dem Grüffelo fehlt die Tiefe”

VORTRAG Ein Bilderbuchforscher erklärt, was ein gutes Buch für Kleine und Große ausmacht

 

taz: Woran erkenne ich ein gutes Bilderbuch, Herr Hering?

Jochen Hering: Ich würde erst mal ein schlechtes Bilderbuch definieren. Das nenne ich die “Wichtel-Literatur”, wo jemand auf den Flohmarkt geht oder badet und alle freuen sich.

Aber Kinder stehen drauf.

Nach meiner Erfahrung nicht. Das Interesse erlischt schnell und sie gehen zum nächsten über. Das Problem ist, dass es nach Pisa eine Haltung unter Erwachsenen gibt: “Hauptsache, das Kind liest überhaupt. Was, ist egal.”

Ist es das nicht?

Nein, so erfährt es Literatur nicht als Gesprächspartner, in der es sich auch mit seinen Ängsten und Wünschen wiederfindet, und wendet sich ab. Gute Bilderbücher müssen etwas zu sagen haben. Und sie sollten mehrdeutig sein. Schrecklich sind Bücher wie der Regenbogenfisch, in denen der Böse am Ende alles einsieht und sich bekehrt.

Ein gutes Bilderbuch muss auch Eltern ansprechen, oder?

Unbedingt. Im besten Fall bieten sie den Erwachsenen die Möglichkeit, über ihr eigenes Verhalten nachzudenken.

Haben Sie ein aktuelles Lieblingsbuch, das all dies einlöst?

Ich mag sehr “Pauls Glück”. Es geht um einen Raben mit Stummelflügeln, der als Pinguin beschimpft wird und sich das dann zu eigen macht. Er kann nämlich, wie sich herausstellt, tauchen.

Friede, Freude, Eierkuchen?

Nein gar nicht. Er trifft eine Katze, in einer bedrohlichen Situation, und kann sie dann umstimmen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem Zoo, wo er als Pinguin leben kann. Außerdem ist es sehr schön gezeichnet.

Was man von Bestsellern wie dem Grüffelo nicht behaupten kann.

Stimmt, bei den Grüffelo-Bildern hat man sofort alles erfasst, da fehlt die Tiefe. Die Geschichten finde ich ganz in Ordnung, aber wenn das Buch zu Ende ist, dann kommt auch nichts mehr. Hervorragende Bilderbücher gehen im Kopf weiter. Interview: eib

Vortrag: 19 Uhr, Zentralbibliothek

Jochen Hering, 62, ist Professor für Literatur und Mediendidaktik und beim Bremer Institut für Bilderbuch und Erzählforschung

 


 

TIROLER BILDUNGSSERVICE 15/06/2011

“Eigentlich könnte Paul ja glücklich sein. Aber da ist das Problem mit seinen Flügeln …”

Paul, das ist ein Rabe, der auf einem Schornstein am Rande der Stadt aus dem Ei schlüpft. Bald schon bemerkt er jedoch, dass er anders ist als die anderen: seine Flügel sind nämlich viel kürzer als die Flügel der anderen Raben. So sehr er sich auch bemüht, es gelingt ihm einfach nicht zu fliegen.

Die anderen jungen Raben beginnen Paul zu verspotten und als Pinguin zu beschimpfen, selbst seine Eltern, die ihm das Fliegen beibringen wollen, wissen nicht mehr weiter. Paul ist traurig und verzweifelt und beschließt eines Abends ein Pinguin sein zu wollen. Er macht sich auf den Weg, um nach den Pinguinen zu suchen, was für einen Raben, der nicht fliegen kann, aber gar nicht so einfach ist. Außerdem fühlt er sich bald immer einsamer, je weiter er sich von zu Hause entfernt.

Der Weg zu den Pinguinen aber ist weit und steckt voller Gefahren. Paul trifft auf einen riesengroßen Kater, der sich zum Glück als überaus nett entpuppt, der ihm zuhört und im Schlaf wärmt. Gemeinsam setzen die beiden die Reise fort bis sie auf eine Giraffe, einen Flamingo und endlich auf einen Pinguin treffen. Diese verlangen von ihm, dass er sich wie ein Pinguin verhalten müsse, wenn er schon ein Pinguin sein will.

Matze Doebele erzählt und zeichnet eine überaus berührende Geschichte vom Anderssein und dem Mut, sich den eigenen Weg zum Glück zu suchen. Wir erleben, wie das Anderssein gerade durch das Unverständnis des eigenen Umfelds schmerzen kann und wie oft von unerwarteter Seite Hilfe kommt. Vor allem aber zeigt das Buch, dass jeder sein Glück finden kann, wenn er sich nur bemüht und nicht aufgibt.

Ein herzerwärmend hoffnungsvolles Buch, in dem das Thema Anderssein und Außenseiter einfühlsam behandelt wird. Das Buch besticht auch durch seine wunderschönen Illustrationen und kann zum gemeinsamen Vorlesen aber auch ersten Selber lesen wärmstens weiterempfohlen werden.


 

Badische Zeitung 17. Januar 2012

 Der Rabe, der ein Pinguin sein wollte

Matze Doebele, der aus Zell im Wiesental stammt und als Künstler in Hamburg lebt, hat sein erstes Bilderbuch veröffentlicht. Es heißt “Pauls Glück” – und ist charmant und lebensvoll.

Was soll man machen, wenn man nicht machen kann, was man machen will? Der kleine Rabe Paul kann nicht fliegen: Seine Flügel sind zu kurz geraten. Aber Zuschauer des Lebens der anderen will Paul nicht sein. Im Nest hocken und seinen Geschwistern beim Flugtraining zuschauen: nein danke. Paul ist keiner, der sich abfindet mit seinem Schicksal. So macht er sich auf: zu den Pinguinen, denn deren Stummelflügel taugen schließlich auch nicht zum Fliegen. Und er schafft es, Pinguin zu werden!

Matze Doebele, der aus Zell im Wiesental stammt und als Künstler in Hamburg lebt, hat mit seinem ersten Bilderbuch eine poetische und Mut machende Geschichte über das Anderssein geschrieben und gezeichnet. Außenseiter sollen und können ihr Leben selbst in die Hand nehmen: So die lebensvolle Botschaft des mit zartem Strich, zurückhaltenden Farben und liebevollem Humor illustrierten Buchs. Ein Rabe zum Liebhaben!

– Matze Doebele (Text und Illustration): Pauls Glück. Verlag Jacoby & Stuart, Stuttgart 2011. 32 S., 14,95 Euro. Ab 4

 


 

Der Standard 23.04.2011

Ein Rabe will lieber ein Pinguin sein

Die Geschichte des traurigen Raben, der sein Glück sucht, ist an Kinder ab dem 5. Lebensjahr gerichtet.

Die anderen lieben kleinen Rabenkinder verspotten Paul als Pinguin, weil er nicht fliegen kann

Paul hat ein Problem, seine Flügel sind nicht so gewachsen, wie bei den anderen. Der kleine Rabe kann daher nicht fliegen. Was bei Raben dumm ist.

“Paul hat schon oft versucht zu fliegen, sich minutenlang an den Rand des Nestes gestellt und mit den Flügelchen geflattert. Vergeblich, es ist, als sei er festgeklebt”, schreibt Autor Matze Doebele in seinem Kinderbuch Pauls Glück. Dass er ebendieses finden wird, verdankt er einem Einfall – und einer Katze.

Die anderen lieben kleinen Rabenkinder verspotten ihn immer als Pinguin. Und, denkt er sich, “wenn es schon alle sagen, dann will ich eben ein Pinguin sein”. Die Katze wird ihm dann helfen, Pinguine zu finden.

Alle sind nettDie Geschichte des traurigen Raben, der sein Glück sucht, ist gerichtet an Kinder ab dem 5. Lebensjahr. Doebele, der auch für die Illustrationen gesorgt hat, lässt die Leserschaft mit Paul mitleiden. Er zeigt seine Eltern, die ratlos sind. “Ich habe ihm das Fliegen doch ganz genau erklärt. Und er hat sich wirklich angestrengt”, sagt seine Mutter.

Platz für Bösewichte ist in diesem Buch nicht. Alle sind sie nett: Die Katze, die Paul den Weg zeigt, die Pinguine, die ihn dann (nach einem Test) aufnehmen. Und natürlich seine Familie: Rabe Paul tritt seine Reise zwar alleine an, seine Eltern lassen ihn dabei aber nie aus den Augen, wie es sich auch gehört, wenn die eigenen Kinder ihr Glück suchen. (Peter Mayr/Der Standard/23/04/2011)